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Bis zum 600-jährigen Jubiläum der Krönung von Vytautas des Großen
bleiben 11 Jahre

DER RAT DER ABTEILUNG VILNIUS DER LITAUISCHEN BEWEGUNG „SĄJŪDIS“

An Ihre Exzellenz, die Präsidentin der Republik Litauen Dalia Grybauskaitė
An Seine Exzellenz, den Präsident der Republik Polen Andrzej Duda
An Seine Exzellenz, den Präsident der Bundesrepublik Deutschland Frank-Walter Steinmeier
An den Vorsitzenden des Seimas der Republik Litauen Viktoras Pranckietis
An den Sejm-Marschall der Republik Polen Marek Kuchciński
An den Präsident des Deutschen Bundestages Norbert Lammert
An die Mitglieder des Seimas der Republik Litauen
An die Mitglieder des Sejm der Republik Polen
An die Mitglieder des Deutschen Bundestages
An die Menschen Litauens
An die Medien

          A N S P RA C H E

    Polen sollte der Republik Litauen den verursachten Schaden ersetzen und die Okkupation des östlichen Teils Litauens in den Jahren 1920-1939 anerkennen


Vilnius, den 21.11.2018


Polen finanziert die Polonisierung durch die Schulen im Südosten Litauens, gibt eine Karte des Polen aus und verlangt die polonisierten Personennamen sowie Ortsnamen der ethnischen litauischen Länder.
Anfang September 2017 wurden die Aussagen des polnischen Außenministers Vitoldas Vaščikovskis zu den Reparationen für den Zweiten Weltkrieg in den litauischen Medien massiv nachgedruckt. Der Minister erklärte, dass der deutsche Krieg gegen Polen immer noch einen Schatten auf die polnisch-deutschen Beziehungen wirft und dass Polen von Deutschland bis zu einer Billion Dollar fordern könnte.
Anfang November dieses Jahres wurde in den litauischen Medien erklärt, dass der polnische Präsident Andrzej Duda erneut verlangt hat, dass Deutschland die Reparationen für die im Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden an Polen zahlt. Herr A. Duda betonte insbesondere die Hauptstadt Warschau, die von den deutsche Soldaten "bis zum Fundament zerstört" wurde. "Dies ist eine Frage der Wahrheit und der Verantwortung", erklärte der polnische Präsident.
Die polnische Führung wirft jedoch im öffentlichen Raum keine Fragen hinsichtlich der Reparationen für Russland auf, das einen großen Teil Polens zu Beginn des Krieges erobert hat. Vielleicht deswegen, weil diese Flächen im Jahr 1920 von Polen besetzt wurden, und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Polen mit den ehemaligen baltischen Ländern zwischen Danzig und Bialystok und mit Süd-Suvalkija - den alten litauischen Ländern von J. Stalin dafür entschädigt.
WIR ERINNERN AN EINIGE UMSTÄNDE DES ZWEITEN WELTKRIEGES:
Am 23.08.1939 wurden der Nichtangriffspakt und geheimes Zusatzprotokoll durch Molotov und Ribbentrop in Moskow unterzeichnet. Mit diesem Protokoll steht Litauen mit dem Gebiet Vilnius der deutschen Interessensphäre zur Vergütung.
Am 01.09.1939 wurde Polen von Deutschland von Westen und am 17.09.1939 von UdSSR von Osten angegriffen. Nach Bekämpfung Polens wurde am 28.09.1939 den Vertrag über gegenseitige Teilung seines Gebietes unterzeichnet. Die Gewinner feierten den Sieg durch eine gemeinsame Parade in Brasta Litauens (Brest – Litovske, jetzt Breste). Es ist wichtig zu betonen, dass Ribbentrop und Molotov ein geheimes Zusatzprotokoll am selben Tag unterzeichneten: „Außer Süd-Suvalkija wird Litauen der Interessensphäre der Sowjetunion im Austausch für den Teil der Woiwodschaften Lublin und Warschau übertragen”.
Am 15.06.1940 wurde Litauen von UdSSR besetzt.
Am 10.01.1941 Schellenberg und Molotov unterzeichneten drittes geheimes Protokoll, nach dem Deutschland der Sowjetunion Suvalkija für 7,5 Millionen US-Dollar VERKAUFTE. Nach dem Krieg ging Suvalkija an Polen.
Am 22.06.1941 gab Berlin den Befehl: "Drang nach Osten" - die UdSSR, die sich auf den Krieg vorbereitet, anzugreifen. Der Nazismus traf den Kommunismus in einer dramatischen Schlacht. Rund 100 Millionen Menschen wurden in den Fronten des Weltkrieges und bei der Durchführung des Völkermordes getötet. Die Höhe des Schadens ist astronomisch.
Die Folgen der geheimen Absprache der Weltverbrecher sind für Litauen äußerst schmerzhaft: ein Drittel der litauischen Bevölkerung wurde vernichtet (getötet, deportiert, vermisst) und der verursachte Schaden beträgt etwa 830 Milliarden US-Dollar.
Der Nazismus wurde in Nürnberg vor Gericht gestellt und erhielt eine strenge Bewertung. Der Kommunismus, der der Welt viel mehr Schaden zugefügt hat, bleibt jedoch rechtlich unbewertet. Seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden seit vielen Jahren verborgen und nicht veröffentlicht.
Die Welt verlangt nicht, dass Russland den verursachten Schaden ersetzt.
ES WIRD DAVON AUSGEGANGEN, dass man auf die Anträge des Präsidenten Polens angemessen reagiert wird.
WIR ERINNERN DARAN, dass die Region Vilnius mit der litauischen Hauptstadt Vilnius in den Jahren 1920-1939 von Polen besetzt wurde und dass die Armia Krajowa die Einwohner Litauens massiv tötete. In den 20 Jahren der polnischen Besetzung von Vilnius erlitt Litauen enorme Schäden. Litauische Schulen wurden geschlossen, litauische Bürger wurden gewaltsam entnazifiziert und die Litauer mussten ihre Arbeitsplätze verlassen. Danach verlor die Republik Litauen den östlichen Teil des Staates, der Litauen mit dem Vertrag der Jahren 1920 und 1926 zuerkannt wurde.
WIR HOFFEN, dass die Führung Litauens, Polens und Deutschlands und die obersten Institutionen der Staaten die Fragen des Ersatzes des im Zweiten Weltkrieg verursachten Schadens lösen.
WIR HABEN EINE HOFFNUNG, dass die Fragen des Schadens, der für Litauen in der von Polen besetzten Region Vilnius in den Jahren 1920-1939 verursacht wurde, und insbesondere der Massaker der Armia Krajowa sowie des Ersatzes des verursachten Schadens geklärt werden. Die Fragen der Rückgabe des illegal verkauften Teils von Suvalkija an Litauen sollten auch gelöst werden.

Vorsitzender des Rates der Bewegung „Sąjūdis“ von Vilnius L. Kerosierius

Erster Stellvertreter des Vorsitzenden, zuständiger Sekretär A. Budriūnas

Stellvertreterin des Vorsitzenden R. Jakučiūnienė

Stellvertreter des Vorsitzenden H. Martinkėnas

Mitglieder des Rates: A. Adamkovich, G. Adomaitis, A. Akelaitis, V. Aleksynas, A. Ambrazas,
A. Augulis, K. Balčiūnas, N. Balčiūnienė, S. Boreika, A. Budriūnas, L. Bukauskienė, N. Butkuvienė,
J. Česnavičius, P. Dirsė, S. Eidukonis, K. Garšva, A. Gelumbauskaitė, L. Grigienė, P. Gvazdauskas,
V. Jakubonis, R. Jakučiūnienė, V. Jankūnas, A. Juknevičius, V. Kapkan, A. Kaziukonis, L. Kerosierius,
J. Kuoras, A. Markūnienė, H. Martinkėnas, K. Milius, E. Mirončikienė, J. Parnarauskas, G. Ratkutė,
V. Rizgelis, G. Rotomskienė, M. Sidaravičius, R. Simonaitis, A. Vaičiūnas, L. Veličkaitė, G. Uogintas,
B. Zaviša, S. Žilinskas.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Herrn L. Kerosierius, Tel. 8674 38465, den Herrn A. Budriūnas, Tel. 8673 95837. Adresse für Korrespondenz – an den Herrn L. Kerosierius - Postlagerung, Zentrale Poststelle, Vilnius, E-Mail: vilnius@sajudis.com, www.sajudis.com.

 

 

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